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Steuern / Einkommensteuer 
Donnerstag, 31.01.2019

Krankheitsbedingte Aufwendungen können nur mit Nachweis als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden

Der Nachweis der Zwangsläufigkeit von Aufwendungen im Krankheitsfall ist laut Finanzgericht München durch eine Verordnung eines Arztes oder Heilpraktikers für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel zu erbringen (Az. 2 K 963/18).

Wegen Nichtabgabe der Einkommensteuererklärung wurden die Besteuerungsgrundlagen eines Ehepaares vom Finanzamt geschätzt. Gegen den ergangenen Einkommensteuerbescheid legte das Ehepaar Einspruch ein und begründete diesen mit der Steuererklärung. Das Finanzamt erkannte als außergewöhnliche Belastungen geltend gemachte Aufwendungen in der Steuererklärung nicht an. Das Ehepaar hätte keine ärztlichen Verordnungen zu den geltend gemachten Arzneimitteln sowie keinen Nachweis, dass für sämtliche geltend gemachten Kosten keine Erstattung Dritter erfolgt sei, beigebracht. Dagegen klagte das Ehepaar.

Den Nachweis der Zwangsläufigkeit von Aufwendungen im Krankheitsfall habe der Steuerpflichtige durch eine Verordnung eines Arztes oder Heilpraktikers für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel zu erbringen, urteilte das FG München. Das Ehepaar habe weder nachgewiesen, dass es keine Erstattung ihrer Aufwendungen von der Krankenversicherung erhalten habe, noch habe es Zahnarztrechnungen oder Verordnungen eines Arztes oder Heilpraktikers für die von ihnen geltend gemachten Arzneimittel und Hilfsmittel vorgelegt. Daher sei die Klage als unbegründet abzuweisen.

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