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Steuern / Einkommensteuer 
Dienstag, 08.05.2018

Aufwendungen eines neugeweihten katholischen Priesters für seine Primizfeier in seiner Heimatgemeinde keine Werbungskosten

Da nur die Priesterweihe, nicht aber die Primiz (die erste von einem katholischen Priester gehaltene Messe in seiner Heimatgemeinde) dem Neupriester die Möglichkeit zur nichtselbständigen Tätigkeit als künftiger Pfarrer verschafft, steht die Primiz nicht mit einem Dienst- bzw. Arbeitsverhältnis in Zusammenhang, sondern ist durch die gesellschaftliche Stellung des Neupriesters in seiner Heimatgemeinde veranlasst. So entschied das Finanzgericht München (Az. 13 K 3477/16).

Der Kläger veranstaltete einen Tag nach seiner Weihe zum Priester in seiner Heimatgemeinde eine Feier anlässlich seiner ersten von ihm gehaltenen heiligen Messe, einer sog. Primiz. Das Finanzamt lehnte die von ihm geltend gemachten Kosten der Feier als Werbungskosten ab.

Das Finanzgericht wies die dagegen gerichtete Klage ab. Die von einem neugeweihten katholischen Priester selbst getragenen Aufwendungen für seine Primizfeier seien keine Werbungskosten in Bezug auf seine Heimatgemeinde, da mit dieser kein Arbeitsverhältnis bestand. Auch seien diese keine vorweggenommenen Werbungskosten im Hinblick auf seine anschließende nichtselbständige Tätigkeit als Kaplan in einer anderen Gemeinde.

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