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Steuern / Einkommensteuer 
Mittwoch, 14.08.2019

Zahlungen zur Wiederauffüllung einer Rentenanwartschaft als Sonderausgaben

Das Finanzgericht Baden-Württemberg entschied, dass Zahlungen eines Steuerpflichtigen zur Wiederauffüllung seiner Rentenanwartschaft nach durchgeführtem Versorgungsausgleich nur als Sonderausgaben berücksichtigt werden können. Eine einkommensteuerliche Berücksichtigung der Wiederauffüllungszahlung als vorweggenommene Werbungskosten bei den sonstigen Einkünften komme nicht in Betracht (Az. 9 K 376/18).

Im Streitfall wurden die von Kläger erworbenen Versorgungsanwartschaften aus dem Versorgungswerk der Rechtsanwälte im Rahmen der Scheidung geteilt. Der Kläger nahm später seine Möglichkeit wahr, seine durch den Versorgungsausgleich gekürzte Rentenanwartschaft durch eine zusätzliche Zahlung von rund 76.000 Euro um die Hälfte wieder aufzufüllen. Diesen Betrag machte er als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit geltend. Jedoch ordnete das Finanzamt die Zahlung der Vermögensebene zu und berücksichtigte die Wiederauffüllungszahlung als Beitrag zur Altersvorsorge. Die Klage hatte vor dem FG Baden-Württemberg keinen Erfolg. Wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache wurde die Revision zum BFH zugelassen.

Hinweis

Der Gesetzgeber hat Altersvorsorgeaufwendungen, ungeachtet der vollen Versteuerung der späteren Leistungen, den Sonderausgaben in § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG – u. a. Beiträge zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen – zugewiesen.

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