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Steuern / Einkommensteuer 
Dienstag, 28.05.2019

Tonnagebesteuerung: Auflösung des Unterschiedsbetrages bei Tod des Gesellschafters

Bezüglich der Tonnagebesteuerung ist der sog. Unterschiedsbetrag (§ 5a Abs. 4 Sätze 1 und 2 EStG) in jedem Fall des Ausscheidens eines Gesellschafters hinsichtlich des auf ihn entfallenden Anteils dem Gewinn hinzuzurechnen – dies gilt auch bei Tod eines Gesellschafters. Dies entschied das Finanzgericht Hamburg (Az. 2 K 247/16).

Mit diesem Urteil ist nun auch für die Fallvariante des Ausscheidens durch Tod entschieden, dass der Unterschiedsbetrag nicht auf die Erben übergeht, sondern im Jahr des Todes aufzulösen und dem Gewinnanteil des verstorbenen Gesellschafters hinzuzurechnen ist. Dem Umstand, dass der Unterschiedsbetrag trotz Ausscheidens des Gesellschafters in einem besonderen Verzeichnis fortgeführt wird, welches den einheitlichen und gesonderten Feststellungen der Gesellschaft auch beigefügt wird, hat das FG Hamburg keine Bedeutung beigemessen. Folglich war im Streitfall kein Unterschiedsbetrag mehr vorhanden, der den Erben hätte zugerechnet werden können.

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