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Steuern / Sonstige 
Montag, 03.12.2018

Grundsteuer-Reform: Neue Modelle vorgestellt

Das Bundesverfassungsgericht hatte im April 2018 über die Verfassungsmäßigkeit der Grundsteuer sein Urteil verkündet: Bundestag und Bundesrat müssen die Vorschriften für die Bemessung der Grundsteuer neu zu regeln, da die Grundstückswerte auf völlig veralteten Bemessungsgrundlagen beruhen. Die Berechnung der Grundsteuer muss bis zum 31.12.2019 neu geregelt werden, danach bleiben fünf Jahre Zeit (bis 31.12.2024), um die neue Besteuerung umzusetzen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat nun zwei Modelle zur Grundsteuerreform präsentiert.

  • Das erste Modell, ein vom BMF favorisierter Vorschlag, sieht vor, die Berechnung der Bemessungsgrundlage für die künftige Grundsteuer auf fünf Größen aufzubauen: der Nettokaltmiete, der Grundstücksfläche, der Wohnfläche, des Baujahres und dem Bodenrichtwert. Das Modell verfolgt den Zweck, die Bemessungsgrundlage der Grundsteuer am Verkehrswert zu orientieren und folgt damit den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts.
  • Das andere Modell orientiert sich wertunabhängig an der Fläche eines Grundstücks sowie der Bruttogrundfläche der aufstehenden Gebäude. Hierzu bedürfte es jedoch einer verfassungsrechtlichen Änderung.
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